Ab in die Wüste?

Oh man, ich krieg den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf: Ich muss eine Wüste durchqueren. Angefangen hat alles mit einem Bericht in unserer kleinen Dorfzeitung. Ein Hobby-Jogger hatte von seiner Wüstendurchquerung erzählt. In nur 12 Tagen hat er die Sahara zu Fuß durchlaufen. Gemeinsam mit einer Reisegruppe. Alles nötige hatten sie bei sich, für den Notfall war ein Hilfsfahrzeug vorausgefahren um an einem vereinbarten Standort (per GPS) zu warten. Übernachtet haben sie in Zelten, Feuer mit herumliegenden Ästen entfacht. Echt beeindruckend. Und verdammt heiß muss das sein.

Ich bin eigentlich kein guter Läufer, aber ich habe Kondition. Außerdem einen starken Willen. Nun gut, erst mal nicht mehr weiter darüber nachgedacht, bis ich bei Sky im NatGeo Wild Channel eine Dokumentation zur Wüste Gobi gesehen habe. Wahnsinn, was für eine abwechslungsreiche Natur wir hier auf Erden doch haben. An der einen Ecke grünt es unaufhörlich und wuchert aus allen Winkeln und Ecken, in der anderen ist es so trocken und heiß, dass sich die Tiere im Sand vergraben.
Die Bilder waren atemberaubend. Überhaupt inspirieren mich diese Wildnis Dokumentationen von National Geographic immer wieder. Ich sollte weniger in die Röhre schauen und meinen nächsten Trip planen.

Eine der Fragen, die ich mir dabei stellte: Welchen Gefahren setzt man sich da aus? Ich meine, es gibt doch immer wieder Berichte von Nomaden, die Touristen in Gefangenschaft nehmen um sie entweder als Sklaven weiterzuverkaufen oder jemanden zu erpressen und sie letztendlich sogar hinrichten oder erst Monate wenn nicht sogar Jahre später wieder frei kommen. Man, solch einem Schicksal möchte ich nicht zum Opfer fallen. Aber gut, no risk – no fun!
Ein weiteres Problem kann ein plötzlicher, gesundheitlicher Ausfall werden. Was ist, wenn ich nicht mehr weiter kann und dann auch noch keine Verbindung zur Außenwelt herstellen kann. Eine Reisegruppe ist da sicherlich die beste Wahl. Ich werde mich informieren, und dann euch informieren :)