Die Kanaren, nicht nur Sonne, Strand und Meer

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Genau das ist es allerdings, was die meisten Deutschen Urlauber von den Kanarischen Inseln erwarten. Sonne, Strand und Meer. Das gibt es dort natürlich auch, auf Gran Canaria, Fuerteventura oder Teneriffa sogar massenhaft. Aber die Kanaren haben mehr zu bieten als das. Die Inselgruppe liegt im östlichen Zentralatlantik, nur etwa 100 bis 500 Kilometer westlich von Marokko, weshalb es hier auch das berühmte ganzjährig warme Klima gibt.

Dennoch gehören die Inseln zu Spanien, was zumindest den Zahlungsverkehr erleichtert. Die Kanaren sind allerdings eine Freihandelszone, man darf also nicht alles in beliebigen Mengen ein – und ausführen, daran sollte man als Tourist denken. Die Kanarischen Inseln bestehen aus sieben Hauptinseln, die im folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

Teneriffa

Teneriffa ist mit einer Fläche von 2034,38 Quadratkilometern die größte der Kanarischen Inseln. Sie ist etwa 80 Kilometer lang und 50 Kilometer breit, es leben gut 900.000 Menschen dort. Teneriffa ist wie die anderen kanarischen Inseln auch eine Vulkaninsel, allerdings mit einer sehr vielfältigen Vegetation, trotz des recht trockenen Klimas. Große Kiefernwälder findet man hier und charakteristisch für die Insel ist der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco).

Fuerteventura

Von der Größe her gesehen an zweiter Stelle kommt mit 1659,74 Quadratkilometern Fläche Fuerteventura. Auch sie ist eine Vulkaninsel und mit geschätzten 20,6 Millionen Jahren auf dem Buckel die älteste der Inselgruppe. Weshalb sie auch schon recht stark erodiert ist, die höchste Erhebung ist gerade mal 807 Meter hoch, der Berg Pico de la Zarza oder auch Pico de Jandía genannt. Das Klima ist ganz kanarentypisch sehr angenehm, es regnet mit im Schnitt 147 mm pro Jahr recht wenig.

Gran Canaria

Gran Canaria ist mit 1.560,1 Quadratkilometern Fläche zwar nicht die größte aber mit satten 14 Mikroklimazonen vermutlich die vielfältigste der kanarischen Inseln. Die Insel ist fast kreisförmig mit einem Durchmesser von etwa 50 Kilometern. Das Klima ist hier im Süden trocken, warm und regenarm, im Norden aber etwas kühler und vor allem viel feuchter. Weshalb man sich hier ausgehend vom saharaähnlichen Süden der Insel schnell in feuchten Nadelwäldern und üppiger Vegetation wiederfindet.

Lanzarote

Lanzarote ist die nordöstlichste der Inseln und ist mit etwa 845 Quadratkilometer deutlich kleiner als ihre großen Nachbarn. Das Klima der Insel ist mild und arm an Niederschlägen. Da die Insel in einer Passatzone liegt, weht ständig ein frischer Wind. Die Temperaturen liegen immer so zwischen 17 °C im Januar und 25 °C im August.

La Palma

La Palma wird aufgrund ihres Regenreichtums auch als grüne Insel bezeichnet. Sie hat etwa 708 Quadratkilometer Fläche, der höchste Berg, der Roque de los Muchachos reicht aber auf 2.426 Meter hinauf. Das ergibt eine der steilsten Küstenlinien der Welt.

Badestrände gibt es dennoch, aber wesentlich weniger als auf den großen Nachbarinseln. Dafür ist La Palma ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde.

La Gomera

La Gomera ist mit 369 Quadratkilometern die zweitkleinste Insel der Kanaren. Trotz ihrer geringen Größe besitzt die Insel mehrere höchst unterschiedliche Vegetationszonen. Man findet Lorbeerwälder, immergrüne Farne, Heidemischwälder, Palmen und Pflanzen die Salzwasser vertragen in den Küstenregionen. Das Klima ist ganzjährig angenehm, während der Süden eher trocken ist, ist der Norden feucht und fruchtbar.

El Hierro

El Hierro ist mit 268 Quadratkilometern und gut 10.000 Einwohnern die kleinste der kanarischen Inseln. Sie besitzt ein sehr angenehmes und gemäßigtes Klima, die Nordostseite der Insel ist eher feucht und fruchtbar, der Südwesten trocken und heiß.