In München ist bald wieder die Hölle los

Wer Ende September in den Freistaat reist und die Landeshauptstadt besichtigen möchte, sollte sich ein dickes Fell zulegen: Das Oktoberfest München zieht jährlich Millionen von trinkfreudigen Besuchern aus aller Welt an. Ein guter Grund, sich zu dieser Zeit entwededer weit entfernt aufzuhalten. Wem das Getümmel gefällt, der sollte sich im klaren sein: Man fällt auf. Man fällt auf, wenn man sich nicht kleidet wie die anderen. Und das bedeutet: Man fällt auf, wenn man ohne Tracht antanzt.

Mit Trachten sind die althergebrachten Klamotten gemeint, die sich die Bayern gerne anziehen. Auch in Österreich sind Lederhosen und Dirndl eine traditionelle Klamotte. Schade, dass die heutigen Trachtenkleider nur noch wenig traditionell wirken. Da es jedes Jahr mindestens ein neues sein muss, kaufen die jungen Damen ihre Dirndl günstig im Internet, das führt dazu dass Traditionsbetriebe immer mehr auf die Couture Kundschaft angewiesen sind und die herkömmlichen aber wirklich ansehnlichen Kleider für Bauernmadln immer kommerzieller und “untraditioneller” werden, viele davon in Asien hergestellt.
Nun gut, mir soll das nichts ausmachen. Ich gehöre zu der Partei, die sich weit fern hält, wenn sich Millionen von Menschen durch die Gassen drücken und eine ganze Stadt von mit Restalkohol versetzten Bierzombies heimgesucht wird.

Ab nach München
Aber, man möchte es kaum glauben, auch abseits von der Münchner “Wies’n” gibt es durchaus Gründe, die geschichtsträchtige Stadt zu besuchen. Egal für was man sich interessiert, sei es nun Kunsthistorik oder Geschichte im allgemeineren Sinne, Freizeitvergnügen oder Partys bis tief in die Morgenstunden, hervorragendes Essen und idyllische Plätzchen in den verschiedenen Stadtparks, allen voran der Englische Garten. Für jeden Geschmack ist mindestens ein guter Grund dabei, sich die Stadt mal genauer anzusehen.
Was mich anbelangt, mein Trip ist gebucht. Ich werde München im Frühjahr besuchen um dort ein paar hoffentlich sonnige Tage zu verbringen. Auf dem Plan stehen bisher die Pinacothek der Moderne und der Königsplatz, der schon erwähnte Englische Garten und das Nachtleben am Ostbahnhof. Ich freue mich schon, denn ich weiß bereits was mich erwartet. Und ich kann es jedem empfehlen, auch ohne Bierrausch.