Kambodscha ist mit Thailand ueberhaupt nicht zu vergleichen, es gibt wahnsinnig viele elternlose, bettelnde und Plastikflaschen sammelnde Strassenkinder, die Menschen hier hausen in erbaermlichen Verhaeltnissen oder wohnen auf der Strasse.

Das Landminen “Museum” gab mir persoenlich dann noch den Rest, unglaublich was hier ablief und wie die Verhaeltnisse heutzutage noch sind. Das Museum verdient nichtmal den Namen Bretterverschlag, es Leben dort ca. 20 verstuemmelte Kinder, die entweder ihre Eltern verloren haben oder von ihnen ausgesetzt wurden, zwischendrin laufen noch Huehner, Hunde und Schweine rum, es liegen Tonnen von Blindgaengern und Landminen rum, die sind zwar entschaerft, zeigen aber dennoch was der Buergerkrieg hier angerichtet hat.
In Kambodscha liegen derzeit noch ca. 3 Millionen Minen rum, teilweise direkt neben dem Weg, das heisst das eigene Leben oder die Zahl der Gliedmassen haengt wirklich von wenigen Zentimetern ab, weil die Minen direkt neben den Trampelpfaden liegen. Alles in allem muss man das selber gesehen haben, Bilder und Videos koennen das nicht beschreiben, trotzdem hab ich natuerlich dementsprechend viele gemacht.
Heute haben wir uns im Schnelldurchgang bei 40 Grad einige Tempel von Angkor angeschaut, das Gelaende ist 60 Quadratkilometer gross, also an einem Tag nicht zu schaffen.

Aber nach dem fuenften (beeindruckenden) Tempel reichts dann auch und jetzt versuchen wir uns noch kurz zu erholen, heute Nacht gehts dann weiter nach Battambang, ca. 4-5 Stunden von hier entfernt, damit wir morgen frueh um 6 Uhr den Zug in Richtung Phnom Penh kriegen.
Weils zuwenige Waggons gibt, kann man auf dem Dach mitfahren, ich hoffe ich kann da einige Bilder schiessen, eigentlich waere ein Erholungstag auch nicht schlecht, der Zug faehrt aber nur alle zwei Tage, also haben wir wahrscheinlich keine andere Wahl.
